Gestern fuhren wir mit Rhada und einem Freund von ihm (dessen Namen ich mir irgendwie nicht merken kann) zum Hussain Sagar. Der Hussain Sagar ist ein großer See im Zentrum Hyderabads.

In diesem See gibt es eine kleine künstliche Insel mit einer 16 Meter hohen Buddha-Statue darauf. An einem Ufer des Sees gibt es einen Mini-Freizeitpark von dem aus man mit einem Boot zur Insel fahren kann. Also sind wir dort mal rüber gefahren und haben ein bisschen Touristen gespielt.
Danach spazierten wir noch etwas am Ufer entlang. Es verläuft zwar direkt um den See eine große Hauptstraße mit sehr viel Verkehr, aber zwischen See und Straße sind kleine, angelegte Grünflächen, auf denen Leute picknicken, spielen oder Yoga-Übungen praktizieren.
Schließlich sind wir noch in ein größeres Restaurant essen gegangen. Wir aßen Byriani, eine Spezialität Hyderabads. Es besteht aus Reis mit ein paar Gewürzen und Gemüse oder Hühnchen, je nachdem, welche Variante man wählt. Ich fand das Essen allerdings etwas trocken und nicht so überzeugend. Ich glaube, ich steh mehr auf Curry-Gerichte. Auf der Heimfahrt haben wir noch kurz in einer Teestube Halt gemacht und einen Chai getrunken (Chai ist das indische Wort für Tee, aber dieser Tee schmeckt ganz anders als unsrer, würziger, sehr süß und nach Büffel

hier tut man nämlich Büffelmilch in den Tee). Zur Verdauuung gabs dann noch ein "Sweet Pan" für jeden. Ich hab leider noch nicht so ganz herausgefunden, was "Sweet Pan" ist, aber es besteht wohl aus Gewürzen, Rosenblättern, Nüssen und Honig, die in ein Blatt (nein, kein Papier, ein richtiges Blatt von einem Baum) eingerollt werden. Man steckt sich das ganze in den Mund und kaut darauf ein bisschen herum. Ich fands sehr lecker. Es gibt noch eine Version davon, die nicht süß ist und wohl für die Inder sowas ähnliches wie Kautabak ist. Diese Variante färbt sehr stark: die Zähne der Konsumenten und die Hauswände blutrot.