Dienstag, 18. Dezember 2007Und wieder Delhi
Montag Morgen ging es dann mal wieder mit dem Zug weiter zurück nach Delhi. Wir waren knapp pünktlich am Bahnhof, jedoch hatte der Zug gut 1,5 Stunden Verspätung
Geschrieben von Lena
in Besichtigung, Essen, Leben in Indien
um
14:17
| Kommentar (1)
| Trackbacks (0)
Agra
Samstag Morgen stiegen wir in einen Bus nach Agra. Eigentlich hätte dieser direkt vor unsrem gewünschten Hotel halten sollen, doch wurden wir schon vorher aus dem Bus geworfen und man erzählte uns, dass der Bus von dort aus nur wieder aus der Stadt rausfahren würde. Wir nahmen also die nächste Rikscha und fuhren selbst zum Hotel... vor dem unser Bus stand. Der Hotelbesitzer klärte uns später auf, dass die Rikschafahrer an den Busfahrer Geld zahlen, damit dieser die Touris schon früher rauswirft. Agra hat also gleich einen ersten schlechten Eindruck bei uns hinterlassen. Das Hotel sah auf den erste Blick auch eher abschreckend aus, aber unser Zimmer war dann doch ziemlich gut und das Duschwasser schön warm
Das Taj Mahal bot sich uns postkartengerecht vor wolkenlosem blauen Himmel dar und nur die Massen an Touris und Inder störte etwas. Nach ausgiebiger Fotosession vor dem Taj, betraten wir es auch, aber der Geruch (Besucher müssen die Schuhe ausziehen) und der Anblick sind zu Recht nicht so berühmt wie das Äußere. Drinnen ist es sehr dunkel und man sieht nur zwei Marmorsärge und Inder, Inder, Inder. Nach dem Taj wollten wir uns eigentlich noch das Red Fort (das in Delhi ist eine Kopie des Red Fort in Agra) ansehen, aber das hatte schon geschlossen und Vicky, unser Rikschafahrer, erklärte uns, dass es wegen Restaurationen sowieso nur wenig zu sehen gäbe. Vicky fuhr uns dann noch singend (“I like India, you like Germany, I like India...â€, “Don't worry, chicken curryâ€) zum Pizza Hut und wir beendeten den Tag mal wieder mit guter amerikanischer Küche.
Geschrieben von Lena
in Besichtigung, Essen, Leben in Indien
um
14:16
| Kommentare (2)
| Trackbacks (0)
Jaipur
Nach einer weiteren kurzen Nacht stiegen wir um 6 Uhr morgens in den Zug nach Jaipur. Wir hüllten uns in alles, was greifbar war, schauten 6 Stunden lang unsrem kondensierenden Atem zu und froren. Wir erreichten Jaipur mittags und hatten erstmal ein bisschen Stress mit den Rikschafahrern dort, die wohl noch etwas aufdringlicher waren als anderswo. Das von uns ausgesuchte Hotel war leider schon voll, bzw. es gab nur noch ein recht teures Zimmer, welches durch ein drittes Bett noch teurer hätte werden sollen. Wir zogen dann ein Hotel um die Ecke und bekamen ein 3-Bett-Zimmer für 450 Rupien (9 Euro) pro Nacht. Leider war dies in keinem sonderlich guten Zustand: unsre Toilette verhielt sich eher wie ein Springbrunnen, ein Fenster neben Christians Bett schloss nicht richtig, das Licht im Bad ging (zunächst) nicht und warmes Wasser gab es auch nur morgens. Wie sich später herausstellte, hat sich auch sonst niemand in dieses Hotel getraut. Wir waren drei Tage lang die einzigen Gäste.
An unserem ersten Tag in Jaipur fuhren wir zunächst in die Altstadt und suchten die rosa Häuser, für die Jaipur berühmt sein soll. Jedoch waren die Häuser eher weniger rosa, als mehr braun und dreckig. Wir aßen eine Kleinigkeit und schauten uns dann den Hawa Mahal (Palast der Winde) an. Dieser war dann jedoch auch nicht so begeisterungserregend, sondern eher heruntergekommen und sehr restaurierungsbedürftig. Wir bummelten darauf etwas durch die Stände und kauften für garantiert zu viel Geld sogenannte Shawls, in die man sich poncho-mäßig einwickeln kann und was die Inder auch alle tun, denn Winterjacken sind nicht so sehr verbreitet. Am nächsten Tag sahen wir uns das Amber Fort, etwas außerhalb von Jaipur an. Eigentlich hatten wir vorgehabt, dort mit einem Elefant hochzureiten, aber die Elefanten dort laufen nur eine festgelegte Anzahl von Runden und haben dann Feierabend. Leider kamen wir etwas zu spät und die Elefanten saßen schon alle daheim vor dem Fernseher. Es ging dann also zu Fuß rauf zum Fort und wir holten uns wieder Audio-Guides, die sich aber diesmal als eher langweilig und zu ausschweifend herausstellten. Auch das Fort in Jaipur ist sehr heruntergekommen und begeisterte uns längst nicht so sehr wie das in Jodhpur. Nach dem Fort warfen wir noch einen Blick auf einen Wasserpalast, der aber nur vom Ufer aus besichtbar ist. Wir gingen noch etwas essen und der Tag war auch schon wieder herum. Am Samstag schliefen wir lange, besichtigen Jaipurs City Palast und gingen in das berühmte Raj Mandir Cinema. Wir sahen einen Film über eine indische Tanzlehrerin und sind immer noch nicht so ganz sicher, welche der vielen indischen Sprachen in dem Film gesprochen wurde. An diesem Tag ging es mir nicht so gut, denn ich hatte wohl am Vortag etwas Schlechtes gegessen und so war ich ganz froh darüber, dass wir 3 Stunden ruhig im Kino saßen.
Geschrieben von Lena
in Besichtigung, Essen, Leben in Indien
um
14:15
| Kommentare (0)
| Trackbacks (0)
Jodhpur
Jodhpur ist eine kleine Stadt im Nordwesten Indiens im Bundesstaat Rajasthan, in Nähe der Grenze zu Pakistan. Wir erreichten Jodhpur gegen 9 Uhr morgens und froren erstmal ordentlich. Wir steuerten per Rikscha das im Lonley Planet empfohlene Durag Niwas Guest House an und bekamen ein günstiges Doppelzimmer für 300 Rupien (6 Euro) pro Nacht, in das wir uns noch eine Matratze legen ließen. Nach einer kurzen Stärkung fuhren wir in das Stadtzentrum und schauten uns den Basar an. Stephie und ich teilten uns eine Ananas und wir ließen uns vorführen, wie man Bangles (indische Armeifen) aus Kautschuk herstellt. Jodhpur hat eine blaue Alstadt, denn diese Farbe schützt angeblich gegen Hitze und Moskitos und so spazierten wir durch enge Gässchen, vorbei an Kühen, Ziegen und kichernden Indern und erreichten schließlich das Meherangarh Fort, welches auf einem Hügel die Stadt überragt. Wir erkundeten es mit Hilfe eines Audio-Guides und waren begeistert. Der aktuelle Maharaja hat das Fort mit Hilfe einer Stiftung restaurieren lassen und teilweise in ein Museum verwandelt. In alten Zeiten durften die Frauen des Maharaja nicht von anderen Männern gesehen werden und so bestehen viele Räume und Gänge aus feinen, siebartigen Strukturen, die es den Frauen ermöglichten, hinauszuschauen ohne selbst gesehen zu werden. Wir sahen Elefantensättel, Sänften, goldene Wiegen für Maharaja-Nachwuchs, eine Waffensammlung und jede Menge Marmor, bunte Scheiben und Gold.
Nach ein paar Stunden im Fort und auf dem Weg zu einem möglichen Abendessen, buchten wir noch eine Kameltour für den nächsten Tag. Am Mittwoch in aller Frühe wurden wir von einem Jeep abgeholt, der uns etwa 1,5 Stunden durch die Gegend fuhr bis wir in der Wüste waren. Wir wechselten dort vom Jeep aufs Kamel und... froren erbärmlich. Wir schaukelten erstmal ein wenig über eine Straße und dann ziemlich querfeldein bis wir nach etwa 2 Stunden eine Hütte erreichten, in der wir uns erstmal mit etwas Chai (Tee) stärken konnten. Von dort aus ging es dann noch mal ein gutes Stück weiter. Mittags kamen wir an einem weiteren Häusschen an und bekamen von der dort lebenden Familie ein gutes Mittagessen, Chai und eine Opium-Pfeife angeboten. Wir ruhten uns in der Sonne aus, denn mittlerweile war es warm geworden. Am frühen Nachmittag ging es dann wieder aufs Kamel und zurück zu unsrem Jeep. Uns tat danach wohl allen der Hintern gut weh
Geschrieben von Lena
in Besichtigung, Essen, Leben in Indien
um
14:15
| Kommentare (3)
| Trackbacks (0)
Ankunft in Delhi und Reise nach Jodhpur
Montag Morgen um 6 Uhr sollte unser Flieger nach Delhi gehen. Da wir keinen Stress haben wollten und uns auch nicht so sicher waren, wie nachts die Rikschas fahren, sind wir schon um 3 Uhr aufgestanden und haben uns um 4 Uhr auf die Suche nach einer Rikscha gemacht. Wir fanden auch recht schnell eine und fuhren zum Flughafen. Dort lief alles reibungslos ab und wir verschliefen den kompletten Flug. In Delhi fielen wir gegen 8 Uhr müde aus dem Flieger in die kalte, neblige Großstadtluft. Wir kauften uns ein Prepaid-Ticket für ein Taxi an einem Schalter der Polizei, um nicht gleich von den gierigen Rikschafahrern überrannt zu werden. Wir fuhren damit zu einem Bahnhof, von wo wir aus abends nach Jodphur weiter fahren wollten und ließen unsre großen Taschen im Cloak Room. Dort trafen wir dann auch Stephie, die uns mit einer Fahrradrikscha entgegen kam. Wir stapelten uns alle auf eine Fahrradrikscha und fuhren Richtung Old Delhi, wo wir erstmal ein bisschen herumliefen und ein Frühstück suchten. Die Suche endete im McDonald's, denn alles andere war einfach nur furchtbar dreckig, übervölkert und abschreckend. Dann wollten wir zum Red Fort, stellten aber fest, dass in Delhi alle Sehenswürdigkeiten Montags geschlossen haben
Es wurde langsam Abend. Wir hatten wieder Hunger und beschlossen zu einem Subway ins Zentrum zu fahren. Wir diskutierten mit einem älteren Rikschafahrer, der erst zu viel Geld wollte und dann erklärte, dass man bei dem Feierabendverkehr sowieso nicht durch die Stadt fahren könnte. Wir machten mit ihm aus, dass er uns so weit mitnähme, wie er fahren könnte und er gab sich wirklich Mühe, doch noch irgendwie durch zu kommen, aber als wir dann auch noch vor einem Demonstrationszug standen, mussten wir aussteigen. Er erklärte uns den Weg zum Subway und wir liefen in die genannte Richtung. Nach etwa 5 Minuten stand er mit seiner Rikscha plötzlich wieder vor uns und lud uns wieder ein. Wir fuhren wieder ein paar Meter und mussten wieder aussteigen. Aber da standen wir dann auch schon so gut wie vor dem Subway. Nach dieser Stärkung suchten wir eine Rikscha zum Bahnhof, was sich als völlig aussichtslos herausstellte. Die angebotenen Preise waren völlig unverschämt und wir warten etwas ratlos. Da tauchte plötzlich unser älterer Fahrer wieder auf und meinte, wir sollten besser die U-Bahn nehmen, denn der mit der Rikscha gäbe es kein Durchkommen. Der Kerl hat wirklich meinen Glauben an die Inder Delhis wieder hergestellt, die bis dahin nur aufdringlich, raffgierig und unfreundlich waren. Wir stiegen mit einem mulmigen Gefühl runter in die Metro und erwarteten wohl alle eine dreckige, stinkende U-Bahn-Station. Dem war aber gar nicht so. Zu unsrem Erstaunen ist die U-Bahn Delhis weit moderner und sauberer als wohl jede U-Bahn in Deutschland. Leider ist sie aber Indien-typisch voll und so kuschelten wir uns für 15 Cent etwa 5 Stationen zum Bahnhof. Wir holten unser Gepäck ab und stiegen in den schon bereit stehenden Zug nach Jodhpur, wo wir uns auch gleich auf den Liegen schlafen legten.
Geschrieben von Lena
in Besichtigung, Essen, Leben in Indien
um
14:13
| Kommentare (3)
| Trackbacks (0)
(Seite 1 von 1, insgesamt 5 Einträge)
|
Kalender
SucheWetterZeitzonenanzeigerIndien:
Deutschland: Irland: LinksMeine Galerie:
Bildergalerie andere Blogs: CategoriesSyndicate This BlogBlogcounterVerwaltung des Blogs |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||

