In ungefähr 6 Stunden geht der Flieger nach Frankfurt. Wir haben unsre Sachen größtenteils gepackt und hoffen auf gnädige Schalterbeamten beim einchecken, die das mit den 20kg nicht so genau nehmen. Gestern und heute waren wir noch in der Firma und haben uns jeweils einen Mini-Ganesh und ein Gemälde einer Blume schenken lassen (Bild folgt).
Wir nehmen viele Eindrücke und dreckige Wäsche mit nach Deutschland und Indien wird uns sicher immer in Erinnerung bleiben. Ich werde auf jeden Fall irgendwann einmal zurückkehren und mir noch ein paar Dinge im Norden, den Himalaja und die Ostküste anschauen. Jetzt brauch ich aber erstmal dringend wieder etwas westliche Kultur, mein Technikspielzeug zu Hause und meinen Freund
Wir sind schon seit fast einer Woche wieder zurück in Hyderabad und ich glaube langsam, dass ich mich nicht mehr dazu aufraffen kann, alles zu schildern, was wir auf unsrer zweiten Tour so erlebt haben. Daher fass ich das jetzt mal kurz zusammen:
Am 17. Dezember sprangen wir in Hyderabad in den Zug und fuhren Richtung Hospet. In Hospet am nächsten Morgen angekommen, ging es gleich mit der Rikscha weiter ins benachbarte Hampi, wo wir zwei schöne Tage verbrachten und viele alte Tempelruinen besichtigen. Wir wohnten in einem schnuckeligen, kleinen Hotel auf der anderen Seite des Flusses und mussten jeden Tag in einem wackligen Motorboot übersetzen, um zu den Tempelanlagen zu kommen. Die Bananen dort waren spitze, das Wetter gut und das Essen lecker. Am Ende unsres Hampiaufenthaltes bezahlten wir zu viel Geld für das Boot, da wir morgens um 6 Uhr unsren Zug nach Goa erwischen mussten. Wir zahlten auch zu viel Geld für die ans Boot anschließende Rikschafahrt und die Rikscha von Matthias und Beate fuhr auch noch einen Mann über den Haufen, dem aber glücklicherweise nichts ernsteres passierte. Beate war der Schrecken noch den ganzen Tag über ins Gesicht geschrieben. Wir erreichten den Bahnhof zu spät und sehr gehetzt... jedoch ließ sich der Zug noch gute 2 Stunden Zeit. Den Rest des Tages verbrachten wir größtenteils im Zug und dann in zwei Bussen, die uns zu unsrem anvisierten Ziel, Candolim, fuhren. Wir kamen bei Freunden unter und verbrachten 4 tolle Tage und Weihnachten. Man konnte uns täglich am Strand finden, wir wurden knusprig braun (oder Gummiboot-Rot) und aßen lecker Fisch und keinen Hummer. Weihnachten rauschte einfach an uns vorbei und das war herrlich entspannend. Wir setzten wieder Segel und fuhren im Zug runter nach Kerala, genauer gesagt, nach Kochi. Dort stiegen wir gleich in den nächsten Bus nach Alleppey, wo wir eine Backwaters Tour buchen wollten. Das stellte sich allerdings als in der Hauptsaison unbezahlbar heraus und wir nahmen den nächsten Bus weiter nach Kollam. In Kollam angekommen, waren wir erstmal völlig erledigt und suchten uns ein furchtbares Hotel. Am nächsten Morgen ging es mehr oder weniger ausgeschlafen Richtung Strand... an dem Baden verboten war. Wie sich später herausstellte, hatten wir Kollam mit Kovalam verwechselt und Kollam hatte uns wirklich rein gar nichts zu bieten, außer einer Minibar voller Cashewnüsse. Wir packten wieder ein und nahmen den nächsten Bus nach Vakala und waren wieder im indischen Touri-Paradies. Der Strand befand sich direkt an einer Steilküste und oben boten sich viele Restaurants und Hotels zum Übernachten und Futtern an. Leider blieben wir nur zwei Tage, aber Christian nahm ein stolzes Andenken in Form einer aufgeschlagenen Stirn beim Wellenreiten mit. Wir fuhren wieder nach Kochi und verbrachten dort ein desaströses Silvester ohne Sekt und Feuerwerk. Am nächsten Tag flogen Beate und Matthias heim und Christian und ich fuhren noch mal für ein paar Tage ins Gebirge nach Munnar und besuchten Tee- und Gewürzplantagen. Dann ging es auch bald schon wieder zurück mit dem Flieger nach Hyderabad.