Heute war dann unser erster Arbeitstag bei der neuen Firma. Wir haben unsre Arbeitsplätze bekommen mit recht flotten Rechern (3 GHz, 1GB Ram) und richtig echtem Internet.
Die Arbeitsatmosphäre dort ist sehr angenehm. Es ist ein wenig klimatisiert, ruhig und mir pustet nicht ständig ein Ventilator von oben in die Augen wie bei der alten Firma. Die Leute da sind alle sehr nett, aber teilweise ein bisschen schüchtern (macht nix, sind wir auch). Es arbeiten dort außer uns keine Studenten oder Praktikanten und wir sind auch die einzigen Nicht-Inder. Aber viele waren schon mal in Deutschland, haben sogar teilweise an der FH Wiesbaden ein Semester studiert. In der alten Firma fühlte ich mich größtenteils von den Indern ausgeschlossen oder gar nicht beachtet. Aber mit den neuen Mitarbeitern komme ich nach einem Tag schon viel besser klar.
Wir sollten uns zunächst in eine Projektmanagment-Software einarbeiten, die ab September eingesetzt wird. Wir sollen dann später allen erklären, wie das funktioniert und wie man damit seine Projekte und Aufgaben verwaltet. Damit waren wir den Vormittag beschäftigt. Ich wurde dann in ein Meeting geholt und mir wurde eine Java-Anwendung vorgeführt, die für die Firma programmiert wurde und eine Art Adress-Termin-Aufgaben-Verwaltung darstellen soll. Die ist aber noch sehr buggy, hat also noch viele Fehler, und ich durfte dann Nachmittags das Programm mal durchtesten und Fehlerberichte schreiben

Christian hatte zu der Zeit leider nicht ganz so viel zu tun.
Am späten Nachmittag wurde die Stimmung sehr locker. Die Leute haben gesurft und eine Frau hat sich sogar einen Bollywood-Film angeschaut. Mein Pseudo-Chef (Chef hört sich irgendwie so böse an) hat derweil Billiard auf seinem Rechner gespielt. Es tut wirklich gut mal kurz seine Emails lesen zu können, ohne befürchten zu müssen, dass gleich ein böser Admin (der bei der alten Firma hat ich übrigens immer an Freddie Mercury erinnert) hinter einem steht und man eins auf den Deckel bekommt, weil es verboten ist.
Einen Nachteil gibt es allerdings an der neuen Firma dann doch noch: Die Leute da gehen mittags nicht essen, sondern es kommen zwei Männer mit einigen Töpfen anmarschiert und servieren das Essen in einem kleinen Pausenraum nebenan. Das Essen ist nicht schlecht, aber nichts besonderes. Und ich fürchte, es wird auch nicht so viel Abwechslung geben. Wir können zwar auch außerhalb essen, aber das benötigt dann natürlich viel mehr Zeit und macht vielleicht auch nicht gleich in der ersten Woche so einen guten Eindruck.