Letzten Donnerstag Abend stiegen wir in den Zug nach Bangalore. Wie angekündigt, hatten wir uns zwei Tage frei genommen und mal ein bisschen was von Indien zu sehen. Von dem Zugabteil gibt es ein paar Bilder in meiner Galerie. Unser 6er-Abteil war voll belegt und die Mitreisenden grüßten uns kurz. Gegen 21 Uhr wollten die anderen dann schlafen gehen und so blieb uns nichts anderes übrig, als uns auch hinzulegen, da auf den Bänken, auf denen wir bisher saßen, ja auch Leute schlafen wollten. Die Nacht war sehr unruhig und ich bin oft aufgewacht. Als wir in Bangalore dann endlich aus dem Zug fielen, fühlte ich mich noch ein wenig benommen.
Wir stiegen gleich in den Zug nach Mysore um und dort döste ich noch ein wenig vor mich hin. Als wir ausstiegen fielen uns gleich die vielen Touristen auf dem Bahnsteig auf (ungefähr 4!) und eine Deutsche fragte uns sogar, ob sie hier richtig sei.
Michael, der uns schon vor drei Wochen besucht hatte und eigentlich in Delhi lebt, holte uns am Bahnhof ab und wir klapperten ein paar Hotels ab, bis wir auch ein gutes, günstiges (etwa 4,50 Euro pro Nacht im Doppelzimmer) fanden. Nach einer kurzen Stärkung gingen wir auch gleich auf Tour und besichtigten den Maharaja-Palast und die Elefanten, die dort auf ein großes Fest Ende Oktober warten, an dem sie durch die Stadt prozessieren werden.
Die erste Nacht im Hotel schliefen wir dann beide gut, da wir noch etwas kaputt von der Zugfahrt waren. Am nächsten Tag ging es dann rauf auf den Tempelberg, allerdings per Bus. Wir schauten uns oben alles an und liefen dann 1000 Stufen runter, was ein schöner Weg war, aber uns allen einen Sonnenbrand bescherte. Unten angekommen, wurden wir dann von einigen Affen begrüßt, die wir bis dahin in Indien auch noch nicht gesehen hatten. Abends gingen wir noch in einen Kinofilm auf Kannada ("
Anatharu"), etwas essen und dann auch schon wieder schlafen.
An Tag 3 fuhren wir etwas raus aus Mysore und schauten uns den Stausee „Krishna Raja Sagara“ an. An der Staumauer gibt es einen recht gepflegten Park, in dem wir ein paar Stunden verbrachten.
Mir hat Mysore sehr gut gefallen. Es ist ein etwas verschlafenes Städtchen, hat aber immerhin wohl etwa 700.000 Einwohner, was man aber nicht merkt. Es gibt dort viel weniger Verkehr als hier in Hyderabad, die Luft ist besser und es gibt sogar Bürgersteige. Ich wäre gerne noch etwas geblieben, aber am Montag mussten wir dann langsam den Rückweg antreten. Wir blieben noch einen Nachmittag in Bangalore und sind dort ein bisschen Bummeln gegangen. Dann ging es auch schon mit dem Nachtzug zurück nach Hyderabad. Die Nacht war wieder nicht so richtig erholsam, aber man konnte es aushalten.
Und als wir dann bei unsrer Wohnung ankamen, war auch schon Matthias aus Karlsruhe in unsere Nachbarwohnung eingezogen.