Wir waren ja schon ein paar mal im Kino gewesen und gestern haben Matthias und ich uns “
Chak de! India“ angesehen (heisst wohl soviel wie „Los Indien!“).
In dem Film geht es um einen beruehmten Hockeyspieler, der beim finalen Elfmeter (oder wie man das im Hockey nennt) gegen Pakistan versagt und sich dann vorwerfen lassen muss, von Pakistan bestochen worden zu sein, da ihn ein pakistanischer Spieler nach seinem vermasselten Tor troestend umarmt. Geaechtet von seinen Nachbarn zieht er weg und vegetiert irgendwo dahin, bis er die Chance erhaelt, die indische Frauennationalmannschaft zu trainieren. Die Mannschaft existierte wohl bis dahin noch nicht, denn sie wird komplett neu aus frischen, jungen Inderinnen zusammengestellt. Diese haben natuerlich nichts besseres zu tun, als sich erstmal richtig anzuzicken und sich mit dem Trainer zu verkrachen. Viele Lektionen ueber Teamgeist und Fairness spaeter, finden sie sich in Sydney bei den Frauenhockeyweltmeisterschaftsspielen wieder. Nach einem ersten verlorenen Spiel gegen die Australierinnen, reissen sich aber alle noch mal zusammen, ueberwinden alle Widrigkeiten und werden Weltmeister. So einfach ist das also.
Der Trainer wird von dem indischen Filmsuperstar
Shahrukh Khan gespielt, den man mittlerweile gelegentlich auch im deutschen Fernsehen auf RTL2 herumhuepfen sieht. „Chak de! India“ kommt allerdings ganz ohne Tanz- und Musikszenen aus. Schade, eine rhytmisch tanzende Frauenhockeymannschaft waere sicher unterhaltsam gewesen.
Ich fand den Film ganz ok. Aber wir haben ja auch vom Gesprochenen so gut wie nichts verstanden. Vielleicht haben wir wichtige Dialoge verpasst, aber meistens konnte man den Pathos auch so von der Leinwand triefen sehen.