Donnerstag, 19. Juni 2008Ich bin berühmt!Freitag, 11. Januar 2008Das Ende
In ungefähr 6 Stunden geht der Flieger nach Frankfurt. Wir haben unsre Sachen größtenteils gepackt und hoffen auf gnädige Schalterbeamten beim einchecken, die das mit den 20kg nicht so genau nehmen. Gestern und heute waren wir noch in der Firma und haben uns jeweils einen Mini-Ganesh und ein Gemälde einer Blume schenken lassen (Bild folgt).
Wir nehmen viele Eindrücke und dreckige Wäsche mit nach Deutschland und Indien wird uns sicher immer in Erinnerung bleiben. Ich werde auf jeden Fall irgendwann einmal zurückkehren und mir noch ein paar Dinge im Norden, den Himalaja und die Ostküste anschauen. Jetzt brauch ich aber erstmal dringend wieder etwas westliche Kultur, mein Technikspielzeug zu Hause und meinen Freund Indiens Süden - Eine Kurzzusammenfassung
Wir sind schon seit fast einer Woche wieder zurück in Hyderabad und ich glaube langsam, dass ich mich nicht mehr dazu aufraffen kann, alles zu schildern, was wir auf unsrer zweiten Tour so erlebt haben. Daher fass ich das jetzt mal kurz zusammen:
Am 17. Dezember sprangen wir in Hyderabad in den Zug und fuhren Richtung Hospet. In Hospet am nächsten Morgen angekommen, ging es gleich mit der Rikscha weiter ins benachbarte Hampi, wo wir zwei schöne Tage verbrachten und viele alte Tempelruinen besichtigen. Wir wohnten in einem schnuckeligen, kleinen Hotel auf der anderen Seite des Flusses und mussten jeden Tag in einem wackligen Motorboot übersetzen, um zu den Tempelanlagen zu kommen. Die Bananen dort waren spitze, das Wetter gut und das Essen lecker. Am Ende unsres Hampiaufenthaltes bezahlten wir zu viel Geld für das Boot, da wir morgens um 6 Uhr unsren Zug nach Goa erwischen mussten. Wir zahlten auch zu viel Geld für die ans Boot anschließende Rikschafahrt und die Rikscha von Matthias und Beate fuhr auch noch einen Mann über den Haufen, dem aber glücklicherweise nichts ernsteres passierte. Beate war der Schrecken noch den ganzen Tag über ins Gesicht geschrieben. Wir erreichten den Bahnhof zu spät und sehr gehetzt... jedoch ließ sich der Zug noch gute 2 Stunden Zeit. Den Rest des Tages verbrachten wir größtenteils im Zug und dann in zwei Bussen, die uns zu unsrem anvisierten Ziel, Candolim, fuhren. Wir kamen bei Freunden unter und verbrachten 4 tolle Tage und Weihnachten. Man konnte uns täglich am Strand finden, wir wurden knusprig braun (oder Gummiboot-Rot) und aßen lecker Fisch und keinen Hummer. Weihnachten rauschte einfach an uns vorbei und das war herrlich entspannend. Wir setzten wieder Segel und fuhren im Zug runter nach Kerala, genauer gesagt, nach Kochi. Dort stiegen wir gleich in den nächsten Bus nach Alleppey, wo wir eine Backwaters Tour buchen wollten. Das stellte sich allerdings als in der Hauptsaison unbezahlbar heraus und wir nahmen den nächsten Bus weiter nach Kollam. In Kollam angekommen, waren wir erstmal völlig erledigt und suchten uns ein furchtbares Hotel. Am nächsten Morgen ging es mehr oder weniger ausgeschlafen Richtung Strand... an dem Baden verboten war. Wie sich später herausstellte, hatten wir Kollam mit Kovalam verwechselt und Kollam hatte uns wirklich rein gar nichts zu bieten, außer einer Minibar voller Cashewnüsse. Wir packten wieder ein und nahmen den nächsten Bus nach Vakala und waren wieder im indischen Touri-Paradies. Der Strand befand sich direkt an einer Steilküste und oben boten sich viele Restaurants und Hotels zum Übernachten und Futtern an. Leider blieben wir nur zwei Tage, aber Christian nahm ein stolzes Andenken in Form einer aufgeschlagenen Stirn beim Wellenreiten mit. Wir fuhren wieder nach Kochi und verbrachten dort ein desaströses Silvester ohne Sekt und Feuerwerk. Am nächsten Tag flogen Beate und Matthias heim und Christian und ich fuhren noch mal für ein paar Tage ins Gebirge nach Munnar und besuchten Tee- und Gewürzplantagen. Dann ging es auch bald schon wieder zurück mit dem Flieger nach Hyderabad. Sonntag, 6. Januar 2008In den letzten Zügen
Wir sind wieder zurück von unserer Süden-Tour und ich muss noch einiges nachbloggen. Wir habe viel gesehen und viel erlebt und viele Fotos gemacht, die ich aber leider mit dieser mikrigen Internetleitung hier nicht online stellen kann. Das muss also noch eine Woche warten. In 6 Tage nämlich sind wir wieder zurück in Deutschland
Mittwoch, 19. Dezember 2007Tour durch den Sueden
Kaum angekommen, zieht es uns schon wieder weg von Hyderabad. Wir haben nur kurz Wäsche gewaschen und die warmen Sachen aus- und die Badesachen eingepackt. Wir brechen nun auf zu einer Tour durch den Süden Indiens:
Größere Kartenansicht Wir fahren zunaechst nach Hampi, welches vor allem fuer seine alten Ruinen und Tempel berühmt ist. Zwei Tage werden wir dort verbringen und dann nach Goa weiterreisen. In Goa werden wir uns 4 Tage erholen und Weihnachten feiern. Genaueres ist noch nicht geplant. Danach geht es mit dem Zug weiter nach Kerala, genauer gesagt nach Kochi. Bisher ist fuer diesen Abschnitt eine Bootstour durch die Backwaters vorgesehen, aber wir werden sich auch noch einige Zeit am Strand verbringen. Nach Silvester fliegen Beate und Matthias dann zurueck nach Hyderabad. Christian und ich bleiben aber noch ein paar Tage und nehmen dann einen Flieger am 5.1. zurueck in unsre Pseudoheimat Hyderabad. Dienstag, 18. Dezember 2007Und wieder Delhi
Montag Morgen ging es dann mal wieder mit dem Zug weiter zurück nach Delhi. Wir waren knapp pünktlich am Bahnhof, jedoch hatte der Zug gut 1,5 Stunden Verspätung
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Agra
Samstag Morgen stiegen wir in einen Bus nach Agra. Eigentlich hätte dieser direkt vor unsrem gewünschten Hotel halten sollen, doch wurden wir schon vorher aus dem Bus geworfen und man erzählte uns, dass der Bus von dort aus nur wieder aus der Stadt rausfahren würde. Wir nahmen also die nächste Rikscha und fuhren selbst zum Hotel... vor dem unser Bus stand. Der Hotelbesitzer klärte uns später auf, dass die Rikschafahrer an den Busfahrer Geld zahlen, damit dieser die Touris schon früher rauswirft. Agra hat also gleich einen ersten schlechten Eindruck bei uns hinterlassen. Das Hotel sah auf den erste Blick auch eher abschreckend aus, aber unser Zimmer war dann doch ziemlich gut und das Duschwasser schön warm
Das Taj Mahal bot sich uns postkartengerecht vor wolkenlosem blauen Himmel dar und nur die Massen an Touris und Inder störte etwas. Nach ausgiebiger Fotosession vor dem Taj, betraten wir es auch, aber der Geruch (Besucher müssen die Schuhe ausziehen) und der Anblick sind zu Recht nicht so berühmt wie das Äußere. Drinnen ist es sehr dunkel und man sieht nur zwei Marmorsärge und Inder, Inder, Inder. Nach dem Taj wollten wir uns eigentlich noch das Red Fort (das in Delhi ist eine Kopie des Red Fort in Agra) ansehen, aber das hatte schon geschlossen und Vicky, unser Rikschafahrer, erklärte uns, dass es wegen Restaurationen sowieso nur wenig zu sehen gäbe. Vicky fuhr uns dann noch singend (“I like India, you like Germany, I like India...â€, “Don't worry, chicken curryâ€) zum Pizza Hut und wir beendeten den Tag mal wieder mit guter amerikanischer Küche.
Geschrieben von Lena
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Jaipur
Nach einer weiteren kurzen Nacht stiegen wir um 6 Uhr morgens in den Zug nach Jaipur. Wir hüllten uns in alles, was greifbar war, schauten 6 Stunden lang unsrem kondensierenden Atem zu und froren. Wir erreichten Jaipur mittags und hatten erstmal ein bisschen Stress mit den Rikschafahrern dort, die wohl noch etwas aufdringlicher waren als anderswo. Das von uns ausgesuchte Hotel war leider schon voll, bzw. es gab nur noch ein recht teures Zimmer, welches durch ein drittes Bett noch teurer hätte werden sollen. Wir zogen dann ein Hotel um die Ecke und bekamen ein 3-Bett-Zimmer für 450 Rupien (9 Euro) pro Nacht. Leider war dies in keinem sonderlich guten Zustand: unsre Toilette verhielt sich eher wie ein Springbrunnen, ein Fenster neben Christians Bett schloss nicht richtig, das Licht im Bad ging (zunächst) nicht und warmes Wasser gab es auch nur morgens. Wie sich später herausstellte, hat sich auch sonst niemand in dieses Hotel getraut. Wir waren drei Tage lang die einzigen Gäste.
An unserem ersten Tag in Jaipur fuhren wir zunächst in die Altstadt und suchten die rosa Häuser, für die Jaipur berühmt sein soll. Jedoch waren die Häuser eher weniger rosa, als mehr braun und dreckig. Wir aßen eine Kleinigkeit und schauten uns dann den Hawa Mahal (Palast der Winde) an. Dieser war dann jedoch auch nicht so begeisterungserregend, sondern eher heruntergekommen und sehr restaurierungsbedürftig. Wir bummelten darauf etwas durch die Stände und kauften für garantiert zu viel Geld sogenannte Shawls, in die man sich poncho-mäßig einwickeln kann und was die Inder auch alle tun, denn Winterjacken sind nicht so sehr verbreitet. Am nächsten Tag sahen wir uns das Amber Fort, etwas außerhalb von Jaipur an. Eigentlich hatten wir vorgehabt, dort mit einem Elefant hochzureiten, aber die Elefanten dort laufen nur eine festgelegte Anzahl von Runden und haben dann Feierabend. Leider kamen wir etwas zu spät und die Elefanten saßen schon alle daheim vor dem Fernseher. Es ging dann also zu Fuß rauf zum Fort und wir holten uns wieder Audio-Guides, die sich aber diesmal als eher langweilig und zu ausschweifend herausstellten. Auch das Fort in Jaipur ist sehr heruntergekommen und begeisterte uns längst nicht so sehr wie das in Jodhpur. Nach dem Fort warfen wir noch einen Blick auf einen Wasserpalast, der aber nur vom Ufer aus besichtbar ist. Wir gingen noch etwas essen und der Tag war auch schon wieder herum. Am Samstag schliefen wir lange, besichtigen Jaipurs City Palast und gingen in das berühmte Raj Mandir Cinema. Wir sahen einen Film über eine indische Tanzlehrerin und sind immer noch nicht so ganz sicher, welche der vielen indischen Sprachen in dem Film gesprochen wurde. An diesem Tag ging es mir nicht so gut, denn ich hatte wohl am Vortag etwas Schlechtes gegessen und so war ich ganz froh darüber, dass wir 3 Stunden ruhig im Kino saßen.
Geschrieben von Lena
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Jodhpur
Jodhpur ist eine kleine Stadt im Nordwesten Indiens im Bundesstaat Rajasthan, in Nähe der Grenze zu Pakistan. Wir erreichten Jodhpur gegen 9 Uhr morgens und froren erstmal ordentlich. Wir steuerten per Rikscha das im Lonley Planet empfohlene Durag Niwas Guest House an und bekamen ein günstiges Doppelzimmer für 300 Rupien (6 Euro) pro Nacht, in das wir uns noch eine Matratze legen ließen. Nach einer kurzen Stärkung fuhren wir in das Stadtzentrum und schauten uns den Basar an. Stephie und ich teilten uns eine Ananas und wir ließen uns vorführen, wie man Bangles (indische Armeifen) aus Kautschuk herstellt. Jodhpur hat eine blaue Alstadt, denn diese Farbe schützt angeblich gegen Hitze und Moskitos und so spazierten wir durch enge Gässchen, vorbei an Kühen, Ziegen und kichernden Indern und erreichten schließlich das Meherangarh Fort, welches auf einem Hügel die Stadt überragt. Wir erkundeten es mit Hilfe eines Audio-Guides und waren begeistert. Der aktuelle Maharaja hat das Fort mit Hilfe einer Stiftung restaurieren lassen und teilweise in ein Museum verwandelt. In alten Zeiten durften die Frauen des Maharaja nicht von anderen Männern gesehen werden und so bestehen viele Räume und Gänge aus feinen, siebartigen Strukturen, die es den Frauen ermöglichten, hinauszuschauen ohne selbst gesehen zu werden. Wir sahen Elefantensättel, Sänften, goldene Wiegen für Maharaja-Nachwuchs, eine Waffensammlung und jede Menge Marmor, bunte Scheiben und Gold.
Nach ein paar Stunden im Fort und auf dem Weg zu einem möglichen Abendessen, buchten wir noch eine Kameltour für den nächsten Tag. Am Mittwoch in aller Frühe wurden wir von einem Jeep abgeholt, der uns etwa 1,5 Stunden durch die Gegend fuhr bis wir in der Wüste waren. Wir wechselten dort vom Jeep aufs Kamel und... froren erbärmlich. Wir schaukelten erstmal ein wenig über eine Straße und dann ziemlich querfeldein bis wir nach etwa 2 Stunden eine Hütte erreichten, in der wir uns erstmal mit etwas Chai (Tee) stärken konnten. Von dort aus ging es dann noch mal ein gutes Stück weiter. Mittags kamen wir an einem weiteren Häusschen an und bekamen von der dort lebenden Familie ein gutes Mittagessen, Chai und eine Opium-Pfeife angeboten. Wir ruhten uns in der Sonne aus, denn mittlerweile war es warm geworden. Am frühen Nachmittag ging es dann wieder aufs Kamel und zurück zu unsrem Jeep. Uns tat danach wohl allen der Hintern gut weh
Geschrieben von Lena
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Ankunft in Delhi und Reise nach Jodhpur
Montag Morgen um 6 Uhr sollte unser Flieger nach Delhi gehen. Da wir keinen Stress haben wollten und uns auch nicht so sicher waren, wie nachts die Rikschas fahren, sind wir schon um 3 Uhr aufgestanden und haben uns um 4 Uhr auf die Suche nach einer Rikscha gemacht. Wir fanden auch recht schnell eine und fuhren zum Flughafen. Dort lief alles reibungslos ab und wir verschliefen den kompletten Flug. In Delhi fielen wir gegen 8 Uhr müde aus dem Flieger in die kalte, neblige Großstadtluft. Wir kauften uns ein Prepaid-Ticket für ein Taxi an einem Schalter der Polizei, um nicht gleich von den gierigen Rikschafahrern überrannt zu werden. Wir fuhren damit zu einem Bahnhof, von wo wir aus abends nach Jodphur weiter fahren wollten und ließen unsre großen Taschen im Cloak Room. Dort trafen wir dann auch Stephie, die uns mit einer Fahrradrikscha entgegen kam. Wir stapelten uns alle auf eine Fahrradrikscha und fuhren Richtung Old Delhi, wo wir erstmal ein bisschen herumliefen und ein Frühstück suchten. Die Suche endete im McDonald's, denn alles andere war einfach nur furchtbar dreckig, übervölkert und abschreckend. Dann wollten wir zum Red Fort, stellten aber fest, dass in Delhi alle Sehenswürdigkeiten Montags geschlossen haben
Es wurde langsam Abend. Wir hatten wieder Hunger und beschlossen zu einem Subway ins Zentrum zu fahren. Wir diskutierten mit einem älteren Rikschafahrer, der erst zu viel Geld wollte und dann erklärte, dass man bei dem Feierabendverkehr sowieso nicht durch die Stadt fahren könnte. Wir machten mit ihm aus, dass er uns so weit mitnähme, wie er fahren könnte und er gab sich wirklich Mühe, doch noch irgendwie durch zu kommen, aber als wir dann auch noch vor einem Demonstrationszug standen, mussten wir aussteigen. Er erklärte uns den Weg zum Subway und wir liefen in die genannte Richtung. Nach etwa 5 Minuten stand er mit seiner Rikscha plötzlich wieder vor uns und lud uns wieder ein. Wir fuhren wieder ein paar Meter und mussten wieder aussteigen. Aber da standen wir dann auch schon so gut wie vor dem Subway. Nach dieser Stärkung suchten wir eine Rikscha zum Bahnhof, was sich als völlig aussichtslos herausstellte. Die angebotenen Preise waren völlig unverschämt und wir warten etwas ratlos. Da tauchte plötzlich unser älterer Fahrer wieder auf und meinte, wir sollten besser die U-Bahn nehmen, denn der mit der Rikscha gäbe es kein Durchkommen. Der Kerl hat wirklich meinen Glauben an die Inder Delhis wieder hergestellt, die bis dahin nur aufdringlich, raffgierig und unfreundlich waren. Wir stiegen mit einem mulmigen Gefühl runter in die Metro und erwarteten wohl alle eine dreckige, stinkende U-Bahn-Station. Dem war aber gar nicht so. Zu unsrem Erstaunen ist die U-Bahn Delhis weit moderner und sauberer als wohl jede U-Bahn in Deutschland. Leider ist sie aber Indien-typisch voll und so kuschelten wir uns für 15 Cent etwa 5 Stationen zum Bahnhof. Wir holten unser Gepäck ab und stiegen in den schon bereit stehenden Zug nach Jodhpur, wo wir uns auch gleich auf den Liegen schlafen legten.
Geschrieben von Lena
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Sonntag, 9. Dezember 2007Goldenes Dreieck
Christian, Stephie und ich brechen am Montag zu unsrer ersten Mini-Reise auf. Eine Woche werden wir unterwegs sein und Delhi, Jaipur, Jodphur und Agra sehen. Stephie lesen wir in Delhi auf.
Größere Kartenansicht Von Hyderabad aus fliegen wir am Montag Morgen um 6 Uhr nach Delhi. Dort fahren wir am Abend schon weiter mit dem Zug nach Jodphur. Zwei Tage spaeter gehts dann wieder mit dem Zug nach Jaipur, dann Agra, dann Delhi. Und von Delhi aus fliegen wir am 17.12. zurueck nach Hyderabad. Wir wissen noch nicht so ganz genau, was wir uns ansehen wollen, aber das Taj Mahal und der Palast der Winde werden auf jeden Fall dabei sein. Ob ich waehrend der Reise zum Bloggen komme, kann ich jetzt noch nicht sagen. Aber ich werde spaetestens danach berichten. Samstag, 8. Dezember 2007letzter Arbeitstag
Gestern hatten Christian und ich unsren letzten Arbeitstag. Wir haben ihn größtenteils damit verbracht, durch die Gegend zu fahren, denn wir mussten zur alten Firma, um dort unser Zeugnis abzuholen. Wir wurden mit den Worten empfangen, ob wir denn schon die Zeugnisvorlage ausgefüllt hätten. Hatten wir nicht, denn von dieser wussten wir nichts. Also bekamen wir einen Rechner und ein Worddokument mit einem Zeugnis von einem ehemaligen Praktikanten und durften uns dann unser Zeugnis selbst zusammenbasteln. Yeah. Es wurde dann noch ein bisschen umformatiert und ausgedruckt und ich bin jetzt stolze Besitzerin eines Praktikumszeugnis in Comic Sans und mit leicht schiefem Rand.
Wir haben dann noch ein paar Stündchen auf der Arbeit Zeit totgeschlagen und ich hab meinen Rechner aufgeräumt. Ich dachte, es würde vielleicht noch so eine kleine Abschiedsfeier für uns im Pausenraum geben, aber die Leute gingen irgendwann einfach nach Hause und so haben wir uns nur normal von Einzelnen verabschiedet. Naja, wir werden im Januar noch mal kurz reinschauen und dann endgültig "Tschüss" sagen. Die "Party", die dann noch ein paar Kollegen mit uns geplant hatten, fiel leider auch noch aus, denn die Frau eines dieser Kollegen musste plötzlich ins Krankenhaus und er fuhr natürlich zu ihr und so wurde dann alles abgesagt (was seine Frau hat, weiss ich nicht. Aber ich hoffe, es ist nichts Ernstes). Wir sind dann selbst noch zu dritt in einen kleinen Pub im Stil "englischer Herrenclub" gegangen und haben verwässerte Cocktails getrunken. Als sie dann irgendwann allerdings hämmernde Technomusik einlegten, wurde uns dann auch zu ungemütlich und wir sind nach Hause gefahren. Ich kann nicht sagen, dass ich unsren Arbeitsplatz sehr vermissen werde. Die Arbeitskollegen werden mir fehlen, denn die waren immer toll, unglaublich lieb und sehr an uns interessiert. Aber ich hab mich doch sehr oft gelangweilt, denn ich hatte nicht so viel zu tun. Wir werden jetzt noch ungefähr 4 Wochen herumreisen und dann fliegen wir auch bald schon Richtung Deutschland. Montag, 3. Dezember 2007neuer Mitbewohner
So schnell kann es gehen! Stephie ist seit einer Woche weg und schwups hat Matthias einen neuen Mitbewohner. Er heißt Sagar und arbeitet hier irgendwas.
Nein, wir wussten nicht, dass jemand dort einzieht. Die Firma hatte auch keinen Schlüssel von Matthias' Wohnung. Wie sie seine Wohnung ohne Schlüssel und ohne das Schloss zu zerstören aufgekriegt haben, will ich gar nicht so genau wissen Wir fühlen uns jedenfalls hier gerade nicht mehr so wohl. Wir haben Angst um unsre Wertsachen (Notebooks, Bankunterlagen, Ausweispapiere...) und sind sauer, vor allem Matthias. Wer kann es ihm verdenken? Donnerstag, 29. November 2007Wer hat's erfunden?
nein, diesmal nicht die Schweizer:
"Venezuelas Präsident Chavez lässt die Uhren eine halbe Stunde zurückdrehen. Grund: Die USA würden der Welt die Einteilung in Zeitzonen zu vollen Stunden aufzwingen." Da sind die Inder wohl mal wieder ihrer Zeit (um eine halbe Stunde) voraus Mittwoch, 28. November 2007Von Krabbeltieren![]() Kakerlake - Copyright by Joăo Estęvăo A. de Freitas Hier in Indien gibt es schon einige Tiere, die man als Europaer noch nie live zu Gesicht bekommen hat. Dazu zaehlen nicht unbedingt nur Chamaeleons oder Elefanten, sondern auch die meist nur aus dem Hollywoodfernsehen bekannten Kakerlaken. Ich habe meine erste Kakerlake auf der Strasse in der Mittagspause gesehen und es war eine von der grossen, schwarzen Sorte. Weit mehr verbreitet sind hier allerdings die etwas kleineren, braeunlicheren. Sie krabbeln auf der Firmentoilette herum, hocken im Pausenraum an den Waenden und in den Schreibtischschubladen brueten sie ihren Nachwuchs aus (besonders gerne, wenn der Vorbesitzer des Schreibtischs dort eine Packung suesse Waffeln vergessen hat). Eins der Restaurants, die wir zu Anfang ganz gut fanden, besuchen wir nicht mehr. Der Grund dafuer ist, dass dreimal hintereinander Kakerlaken aus dem Brotkorb gekrabbelt kamen. Die Kellner hat das nicht interessiert und auf Nachfrage bekamen wir immerhin einen anderen Tisch (aber kein neues Brot). Auf der Arbeit hatte die Plage dann aber doch auch etwas Gutes: da eine Kollegin mehrmals Kakerlaken in ihrem Kaffee aus dem Automat im Pausenraum hatte, beschwerte sie sich beim Chef. Nun gibt es nicht mehr den ekligen Kaffee und Tee aus dem Automaten, sondern zweimal am Tag kommt ein Junge mit frischem Tee zu uns ins Buero
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